Geschichte im Privatbesitz bis 1991
Mit dem Ende des "Alten Reiches" (Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation) und Beginn der Säkularisation (Enteignung kirchlicher Besitztümer) ging die Mühle in Privatbesitz über.
1786 erwirbt Josef Egger sen. die Mühle um 5 000 Gulden von Freiherrn Johann Adam von Herresdorf.
1790 wird eine neue Sägemühle angelegt.
1797 übergibt Josef Egger sen. die Mühle an seinen Sohn Josef Egger jun., mit 2 Mahlgängen, einem Brech- und Gerbgang, bevor er 1798 stirbt.
1843 übergibt Josef Egger jun. die Mittelmühle an seinen Sohn Johann Nepomuk Egger zusammen mit einen Halbhof, einen halben Kloster-Stern-Hof und den „Knittelhof“
1887 übernimmt der Sohn des Vorbesitzers die Mühle
1907 erfolgt die nordseitige Erweiterung des Mühlengebäudes. Im gleichen Jahr wird eine moderne Francis-Schachtturbine eingebaut, die heute noch besteht
1919 ist ein Kaminbrand in der Mühle verzeichnet.
1920 brennt die Sägemühle komplett nieder. Sie wird nach Bauplänen neu- bzw. wiederaufgebaut
1923 übernimmt Karl Egger die Mühle. Er heiratet am 30.09.1923 Anna Stuhler aus Dietkirch
1926 kommt der einzige Sohn Karl zur Welt.
1927 brennt das Ökonomiegebäude, bestehend aus Pferde-, Vieh- und Schweinestall, sowie Stadel und (Mühl-)Radhütte komplett nieder
1931 heiratet der Schwabegger Müller Johann Grotz, Anna Egger die Witwe des Karl Egger und wird Müller der Mittleren Mühle.
1950 übernehmen Karl Egger (Sohn) und Anna Grotz die Mühle. Der Stiefsohn des Vorbesitzers wird Müller und Sägewerksbesitzer (Firma Grotz & Egger).
1970 wird die Mittlere Mühle im Zusammenhang mit dem allgemeinen Mühlensterben (Industrialisierung der Getreidevermahlung) stillgelegt.
1982 verstirbt Anna Grotz, die letzte Besitzerin der Mühle, die Mühle wird an eine Erbengemeinschaft vererbt.
In den 1970er und 80er Jahren ist die Mühle an eine Wohngemeinschaft vermietet.