Die Sanierung der Mittleren Mühle
Nach der Stilllegung 1970 und Nutzung als Wohngemeinschaft war die Mühle baulich in einem sehr schlechten Zustand.
Eine spannende Erfolgsgeschichte der jüngeren Bobinger Stadtgeschichte führte zum Erhalt und der Rettung der Mühle vor dem Abriss.
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Febr. 1991 |
Eine Bauträgergesellschaft erwirbt das Anwesen der Mittleren Mühle von den Erben der im Jahre 1982 verstorbenen letzten Mühlenbesitzerin Anna Grotz. |
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April 1991 |
Der Heimatverein D’Hochsträßler setzt sich mit einem eindringlichen Appell an den Stadtrat für den Erhalt der Mittleren Mühle ein. |
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Mai 1991 |
In Verhandlungen mit der Bauträgergesellschaft wird erreicht, dass das Grundstück der Mittleren Mühle einschl. der Singoldinsel der Stadt zum Kauf angeboten wird. |
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Juni 1991 |
Der Heimatverein D’Hochsträßler setzen sich mit einer Unterschriftenliste (227) für diesen Grunderwerb ein. |
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Juli 1991 |
Der Stadtrat beschließt in einem ersten Schritt den Kauf der Singoldinsel (9.780 qm). |
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Okt. 1991 |
Der Stadtrat beschließt mit einer historisch knappen Mehrheit von 1 Stimme auch den Erwerb der Mittleren Mühle, die damit vor dem Abbruch bewahrt wird. |
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1992-1996 |
Die weiterhin umstrittene Erwerbsentscheidung prägt in den Folgejahren die Überlegungen und Diskussionen zum weiteren Schicksal der Mittleren Mühle:
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Juli 1997 |
Auf Initiative von FBU Stadtrat Michael Hefele gründen 38 Bürgerinnen und Bürger den „Förderverein Mittlere Mühle Bobingen e.V.“ |
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Nov. 1997 |
Der Stadtrat stimmt dem vom Förderverein entwickelten „Konzept zur Sanierung und künftigen Nutzung der Mittleren Mühle“ vom 04.11.1997 zu. Das Konzept sieht vor, die Stadt bei der Sanierung und deren Finanzierung vor allem durch
zu unterstützen und so ein Gemeinschaftswerk im Rahmen der damals schon beabsichtigen „lokalen Agenda 21“ zu schaffen.
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Frühj./Sommer 1998 |
Die Sanierungsplanung wird erstellt:
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Sept. 1998 |
Der Stadtrat stimmt dem Sanierungsbeginn auf der Grundlage der Planung und Kostenschätzung über 737.000 € sowie dem vom Arbeitskreis entwickelten Finanzierungsplan zu, der vorsieht, ca. 50% der Kosten über Eigenleistungen, Spenden und Sponsoring aufzubringen. |
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Febr. 1999 |
Der Stadtrat vergibt die Wasserkraftanlage im Erbbaurecht an einen Kraftwerksbetreiber. |
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1999 - 2005 |
Bauliche Sanierung der Mittleren Mühle unter Leitung des Stadtbauamtes und Unterstützung des Fördervereins:
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Ende 2005 |
Abrechnung der Sanierungsmaßnahme mit Gesamtkosten von 971.000 €. Durch Eigenleistungen der Vereine, Spenden, Firmensponsoring, Bauhofeinsatz und ABM-Förderung wird die Stadt haushaltsmäßig „nur“ mit einem Betrag von 415.000 € belastet. Damit wird das Ziel der Sanierungsplanung, diese Belastung auf rund 50% zu begrenzen, mehr als erreicht. |
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Juni 2006 |
Feierliche Wiedereröffnung und Einweihung der sanierten Mittleren Mühle https://mittlere-muehle-bobingen.de/sites/default/files/download-dateien/festschrift.pdf |